13/02/2026
|Health-Care
Friedrich Schneider
Symposium an der JKU Linz | 21.–22. Mai 2026
Gesellschaftliche und ökonomische Transformationsprozesse stellen eine große Herausforderung für die Gesundheitssysteme vieler Länder dar. Der demografische Wandel erhöht durch das Altern der Gesellschaft und die Zunahme von Multimorbidität die Nachfrage nach Gesundheits- und Pflegeleistungen. Gleichzeitig führt der Mangel an Arbeitskräften zu Versorgungsengpässen und steigender Belastung, die Aufgabenverlagerungen, neue Rollenprofile und digitale Unterstützung erforderlich macht.
Niederschwellige Prävention, hausärztliche Gatekeeping-Modelle, digital unterstützte Triage und klare Versorgungspfade sollen Über-, Unter- und Fehlversorgung vermeiden. Technologische Innovationen versprechen Qualitäts- und Effizienzgewinne, führen jedoch zugleich zu hohen Behandlungskosten, während die öffentlichen Budgets begrenzt bleiben.
Vor diesem Hintergrund diskutieren renommierte Experten aus Wissenschaft und Praxis im Rahmen eines interdisziplinären Symposiums künftige Reformoptionen der Gesundheitssysteme in Österreich, Deutschland und der Schweiz.
📍 JKU MED Campus Linz (medLOFT)
🗓 Donnerstag, 21. Mai 2026, 12:30 Uhr – Freitag, 22. Mai 2026, 15:00 Uhr
🎓 Wissenschaftliche Leitung: Prof. Gerald Pruckner
Finanzierung: Atlas Research Foundation (Leitung Prof. Friedrich Schneider)
Die erste Session beleuchtet die Auswirkungen des demografischen Wandels auf Krankheitsstrukturen und Versorgungssysteme. Im Fokus stehen epidemiologische Entwicklungen neurologischer, kardiovaskulärer und onkologischer Erkrankungen sowie deren sozioökonomischer Hintergrund. Ergänzend werden Fragen der Reform der Pflegeversicherung in Deutschland sowie die Zusammenhänge zwischen Demografie, Gesundheit und gesamtwirtschaftlicher Entwicklung diskutiert.
Diese Session widmet sich dem Verhältnis von Gesundheitssystem und Arbeitsmarkt. Thematisiert werden der Arbeitskräftemangel im Pflegesektor, strukturelle Engpässe im Gesundheitswesen sowie die Wechselwirkungen zwischen Gesundheitsschocks und Arbeitsmarktbeteiligung.
Im Mittelpunkt in der dritten Session steht die Steuerung von Patientenströmen im niedergelassenen Bereich. Diskutiert werden Modelle der Patientenlenkung in Deutschland sowie Kofinanzierungsmodelle und deren Eignung zur Beeinflussung des Inanspruchnahmeverhaltens.
Die vierte Session behandelt die Finanzierung des Gesundheitssystems und den Beitrag medizinischer Innovationen zum Patientenwohl. Zudem werden Fragen der öffentlichen Finanzierung sowie der Kompetenzverteilung in der stationären Versorgung aufgegriffen.
Zum Abschluss werden zentrale Ergebnisse gebündelt und Reformoptionen für die Gesundheitssysteme im DACH-Raum diskutiert.
Das Symposium ist als fokussierter Fachaustausch konzipiert und findet ausschließlich auf Einladung statt.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an office@atlasresearchfoundation.org .